Peter Mehwald
Peter Mehwald

„Verwalten klappte wie immer gut“

Zahl der Mannschaften im Volleyballkreis aber weiter rückläufig

„Das Verwalten klappte wie immer gut, der Spielbetrieb in den Erwachsenenstaffeln und im Breiten- und Freizeitsport-Bereich sowie die Aus- und Fortbildung im Schiedsrichterwesen funktionieren problemlos“, konnte 1. Vorsitzender Peter Mehwald bei der Jahreshauptversammlung des Volleyballkreises Minden-Ravensberg zumindest für das Organisatorische ein positives Fazit für die letzten zwölf Monate ziehen.

Beim Kreistag am Donnerstagabend im Hotel Wiehen-Therme in Hüllhorst musste er aber auch kritisch anmerken: „Der Austritt von Mitgliedsvereinen und der Rückgang an Mannschaften setzen sich fort. Auch im Jugendbereich hält der rückläufige Trend an, nur neun von 44 Vereinen engagieren sich in der Nachwuchsarbeit. In den Schulen sieht es nicht anders aus. Schulmannschaften werden ohne Spiel kampflos Kreismeister.“

Immerhin waren in Hüllhorst 16 der 44 Vereine vertreten neben sämtlichen Vorstandsmitgliedern, dem Kreis-Ehrenvorsitzenden Walter Braams sowie vom Bezirk Westfalen-Ost Schiedsrichterwart Ingo Winter (Detmold), Spielwart Volker Diepold (Rahden, gleichzeitig 2. Kreisvorsitzender) und Jugendspielwart Andreas Schleef (Bielefeld), sodass man auf 65 von 102 möglichen Stimmen kam.

Ausgezählt werden musste bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen aber nicht: 2. Kreisvorsitzender Volker Diepold wurde ebenso wiedergewählt wie Spielwart Klaus Dannhauer und Valentin Isaak als Breiten- und Freizeitsportwart. Neben der Funktion des Pressewartes sind seit Donnerstagabend unterdessen auch die Ämter der Lehrwartin und der Schulsportbeauftragen unbesetzt, da Julia Ovesiek und Silvia Kroll sich nicht wieder zur Verfügung stellten, die vor Jahresfrist diese Aufgaben zunächst für ein Jahr übernommen hatten.

Kontrovers diskutierten die Versammelten, ob auch zur nächsten Saison wieder das schon traditionelle Jahrbuch mit sämtlichen Spielplänen, Adressen und weiteren wichtigen Informationen erstellt werden solle und ob es noch „zeitgemäß“ sei, zumal all dieses im Internet verfügbar und immer besser aufbereitet ist. Mit knapper Mehrheit in der Abstimmung verabschiedete man sich schließlich vom Jahrbuch, das auch immer einen gewissen Betrag in die Kreiskasse gespült hatte. Um dort einer eventuellen Lücke vorzubeugen, beschloss man, die Kreisumlage pro Saison für jede am Spielbetrieb teilnehmende Mannschaft um zehn Euro zu erhöhen.

Zu Beginn hatten sich die Versammelten zum Gedenken für gleich zwei verstorbene Ehrenmitglieder des Volleyballkreises erhoben: 96 Jahre alt wurde Max Mädler, von 1983 bis 1989 erster Vorsitzender des Herforder Kreisverbandes, und mit 77 Jahren verstorben ist Klaus Wondratschek, der im Minden-Lübbecker Kreis zu den Volleyball-Pionieren zählte. Gebürtig in München, wo der ehemalige Bundeswehrsoldat auch zuletzt lebte, stand Wondratschek dem heimischen Kreis verband von seiner Gründung in 1975 bis 1978 vor.

6.5.2017 minden-web