Der Vorstand mit Peter Mehwald, Ute Kröger, Volker Diepold, Hans-Jörg Kolbow, Thomas Kühlmann und Horst Neeb (oben von links) sowie Klaus Dannhauer, Dana Dieckmann, Sarah-Louisa Kelle und Angela Keil (unten von links).

„Ein guter Start für den neuen Verband“

Vereine aus Minden-Lübbecke und Herford heben neuen „Volleyballkreis Minden-Ravensberg“ aus der Taufe

„Es war ein sehr harmonischer Abend. Das spricht – denke ich mal – für einen guten Start des neuen Kreisverbandes.“ Mit diesen Worten schloss Peter Mehwald gestern Abend die Gründungsversammlung des neuen Volleyball-Kreisverbandes Minden-Ravensberg.

Vorangegangen war in der Wiehen-Therme in Hüllhorst eine knapp zweistündige Versammlung ohne jegliche Kontroversen und mit durchweg einstimmigen Ergebnissen (80 anwesende Stimmen) bei den notwendigen Abstimmungen und Wahlen zum Vorstand des neuen Organs, das die Volleyball spielenden Vereine im Bereich der politischen Kreise Minden-Lübbecke und Herford aus der Taufe hoben.

„Wir wollen gestalten und nicht verwalten“, betonte Peter Mehwald und formulierte schon unmittelbar vor seiner Wahl zum 1. Vorsitzenden die Ziele des Zusammenschlusses: „Es liegt mir besonders am Herzen, den unverkennbaren Abschwung zu stoppen, der vor allem im Herrenbereich sichtbar ist. Vorantreiben wollen wir auch die Jugendarbeit, das Projekt „volley@school“ und die Öffentlichkeitsarbeit für unsere Sportart. Zudem müssen wir junge Leute für die Mitarbeit gewinnen, sonst vergreisen wir als Vorstand.“


Mit einem Präsent ehrte der in Hüllhorst anwesende Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, Hubert Martens, den bisherigen Herforder Kreisvorsitzenden Walter Rausch.
Mit einem Präsent ehrte der in Hüllhorst anwesende Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, Hubert Martens, den bisherigen Herforder Kreisvorsitzenden Walter Rausch.

Vorangegangen war dem Gründungskreistag zuvor an gleicher Stelle ein „Außerordentlicher“, bei dem die Minden-Lübbecker Vereine einstimmig (52 anwesende Stimmen) für die notwendige Auflösung ihres bisherigen Kreisverbandes stimmten. Die Herforder hatten diesen Schritt bereits im Juli vollzogen, den ihr bisheriger Kreisvorsitzender Walter Rausch beim anschließenden Gründungskreistag noch einmal erläuterte: „Es gab spieltechnisch für die Existenz des Verbandes keinen Grund mehr. Wir haben zu wenig Herrenteams für eine Kreisliga, und die Damen spielen eh schon in Minden-Lübbecke mit.“ Die 18 Herforder Vereine bringen fünf Herren-, sechs Damen-, 17 Nachwuchs- und elf Breiten-und-Freizeitsport-Mannschaften in die „Ehe“ ein.

Der neue VK Minden-Ravensberg zählt nun 51 Vereine mit 19 Herren-, 30 Damen-, 55 Nachwuchs- und 30 BFS-Mannschaften. Den „historisch gewachsenen“ Namen des neuen Organs hatte Peter Mehwald selbst vorgeschlagen: „Es gibt im Westdeutschen Volleyball-Verband schon genug Konstruktionen wie Bottrop-Gelsenkirchen-Gladbeck oder Bochum-Ennepetal-Herne.“

Der Name wurde ebenso einstimmig angenommen wie die neu erstellte Kreisgeschäftsordnung. Von den ebenso einstimmig gewählten Vorstandsmitgliedern werden 2. Vorsitzender, Spielwart. Lehrwart, BFS-Wart und die neue Schulsportbeauftragte bereits beim Ordentlichen Kreistag im nächsten Frühjahr für zwei Jahre wieder zu wählen sein, die weiteren erst 2014 bei den dann anstehenden Teil-Neuwahlen.

Der Vorstand des neuen Kreisverbandes

1. Vorsitzender: Peter Mehwald (1. VC Minden)
2. Vorsitzender: Volker Diepold (Tuspo Rahden)
Kassenwartin: Angela Keil (SV Kutenhausen-Todtenhausen)
Spielwart: Klaus Dannhauer (BTW Bünde)
Schiedsrichterwartin: Dana Dieckmann (OTSV Pr. Oldendorf)
Lehrwart: Hans-Jörg Kolbow (Minden)
Jugendwartin: Sarah-Louisa Kelle (Eintracht Minden)
Breiten- und Freizeotsportwart: Horst Neeb (TV Jahn Minden)
Pressewart: Thomas Kühlmann (Porta Westfalica)
Schulsportbeauftragte: Ute Kröger (Bünde)

28.112012 minden-web






Da geht’s lang: Peter Mehwald (links), Vorsitzender des neuen Volleyballkreises Minden-Ravensberg, im Gespräch mit dem Präsidenten des Westdeutschen Volleyball-Verbandes, Hubert Martens.

Tiebreak-Verlierer gehen nicht mehr leer aus

Im Volleyball ein neuer Modus der Punktevergabe / Verpflichtung der Vereine zur Mitarbeit nun festgeschrieben

Mannschaften, die nach Niederlagen im Tiebreak bislang leer ausgingen, dürfen sich freuen: Zur nächsten Saison wird im Volleyball ein neuer Modus für die Punktevergabe bei Meisterschaftsspielen eingeführt. Das gab in Hüllhorst in der Wiehen-Therme der Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV), Hubert Martens, bekannt, der dort die Gründung des neuen Volleyballkreises Minden-Ravensberg miterlebte.

Wie im Volleyball-Weltverbandes FIVB schon seit längerem, wird es dann für einen Sieg statt bisher zwei künftig drei Punkte geben, allerdings nur bei einem 3:0 oder 3:1 nach Sätzen. Wird ein Spiel erst im fünften Satz und dem Tiebreak entschieden, so erhält der 3:2-Gewinner nur zwei der drei Siegpunkte, und einer geht an den Verlierer. Nach zwei gewonnenen Sätzen hat eine Mannschaft somit mindestens einen Punkt schon einmal in der Tasche.

Veränderungen im Regelwerk wird es auch für das Volleyballspiel selbst geben. „Ich weiß aber noch nicht, welche genau und wie sie sich auswirken, weil sie noch nicht veröffentlicht sind“, räumte Hubert Martens ein. An der offiziellen deutschen Übersetzung werde noch gearbeitet.

Martens (49), zuvor Vizepräsident und erst im Juli beim Außerordentlichen Verbandstag in Olpe zum Nachfolger des nach 16 Jahren zurück getretenen Matthias Fell (72) gewählt, war nach eigenen Angaben letztmals als „junger Mann“ im nördlichsten Ostwestfalen, als er 1990 bei der Junioren-Europameisterschaft in Minden für die EDV zuständig war. An der angeschobenen Strukturreform mit geplanten 16 Regionen im WVV-Gebiet Nordrhein-Westfalen halte man inzwischen nicht mehr in allen Punkten fest, denn man wolle nicht Gewachsenes zerschlagen. „Es ist zu wünschen, dass dynamisch gearbeitet wird und es zu mehr Aktivitäten kommt“, gab der in Gelsenkirchen wohnende dem neuen Volleyballkreis Minden-Ravensberg mit auf den Weg, der im Gebiet der politischen Kreise Minden-Lübbecke und Herford nunmehr 51 Vereine umfasst mit insgesamt 19 Herren-Mannschaften, 30 Damen-Teams, 55 im Nachwuchsbereich und 30 im Breiten- und Freizeitsport.

Einen Synergieeffekt durch den Zusammenschluss der beiden Kreise erwartet auch der am Dienstagabend einstimmig zum Vorsitzenden gewählte bisherige Minden-Lübbecker Kreisvorsitzende Peter Mehwald. Die Verpflichtung der Vereine zur Mitarbeit ist auch festgeschrieben in der neuen einstimmig verabschiedeten Kreisgeschäftsordnung, womach je drei gemeldeter Mannschaften zumindest ein Funktionsträger für administrative Arbeit auf Verbands-, Bezirks- oder Kreisebene zu stellen ist: „Es können nicht einige wenige die Arbeit für alle andere machen.“ Aufgrund dieses Paragraphen ständen insgesamt 21 Mitarbeiter zur Verfügung.

Auf diesen Passus zurückgreifen musste man bei den gut vorbereiteten Wahlen am Dienstagabend aber nicht. Besonders erfreut war Peter Mehwald darüber, dass neben allen anderen Ämtern auch das eines Schulsportbeauftragten besetzt werden konnte, für das im Vorfeld Ute Kröger, Realschullehrerin in Bünde, gewonnen wurde.

Freude über die erste Schulsportbeauftragte

Eines hat der neue Kreis aber noch nicht: Einen Ehrenvorsitzenden. Denn mit den vorangegangenen Auflösungsversammlungen wurden alle bisherigen Würdenträger „gestrichen“. Dem spontanen Vorschlag aus der Versammlung, dem ehemaligen Herforder KV Walter Rausch diese Ehre zukommen zu lassen, konnte aus formellen Gründen nicht gefolgt werden. Ein solcher Antrag könnte aber zum ersten ordentlichen Kreistag im nächsten Frühjahr gestellt werden.

Und dieser könnte dann wieder in der Hüllhorster Wiehen-Therme stattfinden. Mehwald: „Zieht man mit dem Zirkel einen Kreis von etwa 27 Kilometer, so liegt darin fast komplett das neue Kreisgebiet. Bis auf Wasserstraße oder Dielingen . . .“

29.11.2012 minden-web