Vorsitzender Dirk Franck (Mitte) und die wiedergewählten Guido Höltke (Jugendwart, links) und Harald Pohlmann (stellvertretender Vorsitzender).

„Die Jugend ist unsere Zukunft“

Viele Projekte des Stadtsportverbandes Minden zielen auf die jüngeren Altersgruppen. Einstimmige Wiederwahlen bei der mäßig besuchten Jahreshauptversammlung.

„Es fehlt uns an Nachwuchs. Die Jugend ist die Zukunft des Sports, sie ist unsere Zukunft“, mahnte Vorsitzender Dirk Franck zum Abschluss seines Jahresberichtes bei der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes Minden.

„Durch diese Aktionen versuchen wir, an Kinder und Jugendliche heranzukommen“, fasste er am Montagabend in der Aula der Alten Grundschule Meißen die Projekte zusammen, denen sich der Zusammenschluss der Mindener Sportvereine auch im vergangenen Jahr wieder intensiv gewidmet hat, u. a. Schwimmunterricht an Grundschulen, Bewegungsangebote für Kinder an der Mosaikschule sowie der Heidelberger Ballschule und dem Projekt KommSport, die beide dem Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen entgegenwirken.

Wenig Bewegung gab es zuletzt in puncto Sportpark Zähringer Allee, da man wegen des Ankaufs des Grundstücks noch immer auch eine Rückmeldung der Bundes als Eigentümer wartet. Hingegen kann demnächst die Sanierung des Sommerbades angegangen werden nach dem Millionenregen aus einem Förderprogramm des Bundes.

Geschäftsführer Reinhard Wiech gab einen Überblick über die Mitgliederentwicklung. Danach hat der Austritt von zwei Vereinen (Betriebssportgemeinschaft Gehe und Sakura Budo-, Sport- und Kulturgemeinschaft Minden) aus dem SSV einen Rückgang um 15 Mitglieder auf nunmehr 20 303 in jetzt 73 Vereinen bewirkt (14 711 Erwachsene und 5592 Jugendliche). Im Übrigen waren nur 20 (mit 44 Stimmen) in Meißen vertreten.

Jugendwart Guido Höltke beleuchtete die jüngsten Sportlerehrungen und die Sportabzeichen-Aktion 2015 mit gegenüber dem Jahr zuvor leicht gestiegenen Ergebnis. Während die Zahlen bei den Erwachsenen seit Jahren konstant sind, gibt es beim Nachwuchs doch immer wieder starke Schwankungen. Eifrigste Vereine waren in 2015 Familiensportbund Minden, Eintracht Minden und TV Jahn Minden. Bei den Grundschulen lagen Michael-Ende-Schule, der Verbund Dankersen/Leteln und die Bierpohlschule vorn, bei den weiterführenden Schulen Herder- und Besselgymnasium.

Nach Entlastung des Vorstands, der Genehmigung des Jahresabschlusses 2015 und einer Satzungsänderung (statt zwei künftig bis zu fünf Beisitzer im Vorstand) brachten die satzungsgemäßen Teil-Neuwahlen keine Veränderungen im Vorstand. „Ich habe eine tolle Truppe hinter mir“, freute sich Dirk Frank – seit nunmehr 13 Jahren Vorsitzender – über die einstimmigen Wiederwahlen von Harald Pohlmann zum stellvertretenden Vorsitzenden, Reinhard Wiech zum Geschäftsführer und Guido Höltke zum Jugendwart, wobei Pohlmann und Wiech unisono ankündigten: „Einmal noch!“ Ebenso wiedergewählt wurden Marita Makulski, Daniel Westermann und Anette Lorenz als Beisitzer.

Vorgestellt wurde dann der Haushaltsplan 2016, Anträge von Vereinen auf Aufnahme gab es keine. Laut Herbert Hackel erfolgt der Auftakt der Sportabzeichen-Aktion 50 plus am 26. April um 18 Uhr im Weserstadion statt. Der Sportlerinnentreff mit Spargelessen ist für den 6. Mai terminiert, der Herren-Bierabend mit Aalessen für den 4. November, zum inzwischen 60. Mal und aus diesem Anlass wieder mit Busfahrt. Franck: „Ich weiß schon, wohin es geht.“

Als Gast begrüßt hatte Dirk Franck eingangs u. a. Regina-Dolores Stieler-Hinz, als Beigeordnete der Stadt auch für Sport und Bildung zuständig. „Sportvereine sind Orte der aktiven Bildung“, freute sich diese darüber, dass gut ein Drittel der Einwohnerschaft Mindens einem Sportverein angehört.

16.3.2016 minden-web


Eckhard Rüter

Eckhard Rüter

„Sport für alle und mit allen“

Referat zur Inklusion im Sportverein

„Vergessen Sie alles, was Sie bisher über Inklusion gehört haben“, forderte Eckhard Rüter von der Lebenshilfe Minden gleich zu Beginn eines halbstündigen Referates bei der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes Minden die Zuhörer aus den Vereinen auf.

Anschaulich und mit Beispielen schilderte er dann aus Sicht von Menschen mit Behinderungen unterschiedlichster Art, wie sich Situationen und Begriffe geändert haben und es weiter tun: „Früher war der Rollstuhl selbst die Behinderung. Heute ist es die Treppe, die man damit nicht hinaufkommt.“

„Wir wollen Sport für alle und mit allen“, sieht Rüter gemeinsame Aktivitäten in einer Mannschaft, einer Sportart oder einer Abteilung als die Zukunft und bot den Vereinsvertretern Hilfestellung an. Zumal es immer wieder Vorbehalte gibt wie Berührungsängste, Zweifel an der Leistungsfähigkeit, Übungsleiter ohne entsprechende Qualifikation oder kein passendes Angebot im Verein.

16.3.2016 minden-web