Rathaus

Portrait der Weserstadt

Umgeben von einer abwechslungsreichen Landschaft liegt Minden am Wasserstraßenkreuz von Weser und Mittellandkanal. Die durch eine wechselvolle Geschichte geprägte Stadt ist mit ca. 83.000 Einwohnern kultureller Mittelpunkt und Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum des Kreises Minden-Lübbecke (Regierungsbezirk Detmold). Rund 4.700 Unternehmen und Betriebe mit unterschiedlichen Dienstleistungen und Produkten haben heute in Minden ihren Sitz.

Bedeutung hatte Minden aber auch schon zu früheren Zeiten. Kaiser Karl dem Großen hat die Stadt ihre Ersterwähnung zu verdanken. Dieser hielt 798 am geografisch günstigen Ort “Minda” zwischen Wiehen- und Wesergebirge eine Reichsversammlung ab und gründete 799 das Bistum Minden. Das führte zu einem Vermerk in einer fränkischen Chronik.

Die Ursprünge der Besiedlung aber liegen noch weiter zurück, das beweisen Ausgrabungen in Päpinghausen, die auf keltische Bewohner schließen. Bereits zur Römerzeit bestand eine leicht passierbare Furt durch die Weser. Auch das ist geschichtlich belegt.

Die Weser war und ist eine der wichtigsten Lebensadern der Stadt. Der Fluss und die sich hier kreuzenden Handelsstraßen trugen neben der Position als Bischofssitz entscheidend dazu bei, dass sich Minden im Mittelalter zu einem bedeutenden geistigen und wirtschaftlichen Zentrum im Nordwestdeutschen Raum entwickelte.

Minden gehörte als Gründungsmitglied zum Städtebündnis der Hanse. Der Stadtkern ist geprägt durch mittelalterliche Kirchen, schmuckvolle Bürger- und Kaufmannshäuser. Zahlreiche Gebäude, darunter auch das jetzige Preußen-Museum, stammen aus der Epoche, die durch brandenburgisch-preußisches Militär und Beamtenschaft in einer Festungsstadt geprägt wurde.

Die Altstadt mit ihren urigen Lokalen und die Innenstadt mit den zahlreichen historischen Bauten, darunter der 1000-jährige Dom mit der Domschatzkammer und das älteste Rathaus Westfalens mit seiner gotischen Laube laden zu einem Besuch und zum Bummeln ein. Sehenswert ist auch das Mindener Museum mit dem Kaffeemuseum, das Preußen-Museum und die alten Kirchen der Stadt.

Immer einen Besuch Wert ist die in ihrer Art einzigartige Schiffmühle, die 1998 originalgetreu hergerichtet in Betrieb genommen wurde. Sie hat ihren Liegeplatz an der Weserpromenade. Versäumen sollte man auch nicht eine Fahrt mit der Museumseisenbahn auf Strecken im Mühlenkreis Minden-Lübbecke.

Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Wasser-straßenkreuz von Weser und Mittellandkanal mit der großen Schachtschleuse, die einen Höhenunterschied von rund 13 Metern überwindet. Beides kann man zu Land und auch zu Wasser besichtigen. Die Mindener Fahrgastschifffahrt bietet von April bis Oktober Fahrten auf der Weser und dem Mittellandkanal sowie Rundfahrten am Wasserstraßenkreuz an.

Das Sport- und Freizeitangebot ist vielfältig – vom Kanusport über hochklassigen Handball bis hin zu Bogenschießen und Baseball bieten die Vereine und Einrichtungen nahezu die gesamte Palette an Sportarten. Die Stadt ist aber auch bekannt für ihr Bildungs- und Kulturangebot. Das Stadttheater hat Bedeutung für die gesamte Region und verzeichnet außergewöhnlich hohe Besucherzahlen. Minden ist auch Mekka der Jazzmusik. Der Jazzclub Minden ist im gesamten nordwestdeutschen Raum bekannt. Daneben verfügt die Stadt über eine Stadthalle für Tagungen, Kongresse und große Veranstaltungen, das Kulturzentrum BÜZ und das Theater am Weingarten.

Für Wanderungen und Radtouren bieten Stadt und Umland viele Möglichkeiten. Bekannteste Rundtour für Radfahrer ist die “Westfälische Mühlenroute”. Nahe Ausflugsziele sind neben dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica und der Wittekindsburg mit den bedeutenden Ausgrabungen aus dem Mittelalter auch Westfalens größtes Torfmoor bei Hille und das Naturschutzgebiet “Weserauen”, Brutgebiet vieler Störche.