Gemeinsam auf die Strecke gingen in Barkhausen alle Starter auf die drei verschiedenen Distanzen. Alexander Schröder (mit der Startnummer 1120 Dritter von links) geht es am schnellsten an, links neben ihm (ebenfalls im blauen Trikot) Kurzstrecken-Sieger Sebastian Maschmeyer.

„Kann nun in Wasserstraße rückwärts laufen“

Mit ihren Siegen beim Porta-Straßen-Volkslauf in Barkhausen machen neben Stephan Bretthauer auch Yvonne Zierenberg und Alexander Schröder den Triumph in der Mühlenkreis-Serie perfekt.

„Damit ist der Sack zugemacht. Jetzt kann ich in Wasserstraße auch rückwärts laufen“, freute sich im Ziel Stephan Bretthauer. Mit recht deutlichem Vorsprung hatte der Mindener Eintrachtler beim 30. Porta-Straßen-Volkslauf am Sonntagmittag soeben die Langstrecke über 17 300 Meter gewonnen und im Rahmen der Mühlenkreisserie nach seinen Erfolgen in Werste, Espelkamp und Minden den vierten Sieg gelandet. Mit der Optimal-Punktzahl 4 in den notwendigen vier Platzierungen steht Bretthauer in der Serie 2 (14,0 bis 21,6 Kilometer) der Mühlenkreiswertung vor der letzten Serien-Station am 29. Oktober in Wasserstraße als Gesamtsieger fest.

„Die Bedingungen waren fast optimal, die Temperaturen nicht zu hoch, und es war auch fast windstill. Ich bin konstant mein Tempo gelaufen“, resümierte Bretthauer im Ziel und konnte sich auch über eine „ordentliche Zeit“ freuen, denn in Niklas Eikmeier von der TG Ennigloh hatte er lange einen ernsthaften Konkurrenten, mit dem er sich auf den drei Runden auf dem Kurs östlich der B61 mit Start und Ziel auf dem Barkhauser Sportplatz ganz vorn abwechselte. Nach zweieinhalb Runden verließen dann Nachwuchsmann Eikmeier allerdings die Kräfte. Bretthauer: „Konkurrenz belebt aber das Geschäft. Einsam vorweg laufen macht weitaus weniger Spaß.“

Eng ging es auch bei den Frauen auf der Langstrecke zu, wobei in Abwesenheit der Espelkämperin Sandra Weise (drei Siege und ein zweiter Platz) die W50-Läuferin Ariane Kirmiss (Laufen gegen Leiden) am Ende knapp vorn lag.


Yvonne Zierenberg

Yvonne Zierenberg

„Jetzt bin ich durch“, freute sich auch Yvonne Zierenberg, als sie nach den 11 700 Metern der Mittelstrecke in Barkhausen als erste Frau die Ziellinie überquert hatte. Unter dem „Willem“ buchte die Mindener Eintrachtlerin nach bereits drei Siegen und einem zweiten Platz in der Mühlenkreis-Serie ihren nunmehr vierten Erfolg, nachdem sie zuletzt auch beim Mindener Volkslauf erfolgreich war: „Da hatten wir 37 Grad, heute nur sieben.“ Die 30 Grad Unterschied machten ihr aber nichts aus, und wie Stephan Bretthauer will sie trotz Optimum natürlich auch noch in Wasserstraße starten. „Schließlich habe ich vorab für die gesamte Serie bezahlt“, lachte Zierenberg als endgültige Frauen-Siegerin der Serie 1 (8,8 bis 12,4 Kilometer).

Bei den Männern steht als solcher seit gestern Mittag Alexander Schröder vom ATSV Espelkamp fest, der zuvor erst an drei Läufen teilgenommen hatte, diese in Werste, Lübbecke und Minden aber ebenfalls schon gewonnen hatte. „Ich musste heute nachsitzen“, meinte er lachend. Das fiel dem klaren Sieger allerdings nicht ganz leicht: „Das war hier heute doch ein bisschen hart. Mir steckte noch der Halbmarathon in Köln am vergangenen Wochenende in den Knochen.“

Nach dem gemeinsamen Start aller Klassen war unterdessen Sebastian Maschmeyer vom SC Herringhausen als Erster wieder zurück vom Rundkurs. „Ich bin etwas verhalten angegangen, habe dann aber angezogen“, verriet Maschmeyer, der in Barkhausen auch schon vor Jahresfrist auf der Kurzstrecke über 6,6 Kilometer triumphiert hatte und in der Mühlenkreis-Serie mit nun zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen weiter mit dem Espelkämper Tekle Kiros (ebenfalls zwei Siege) konkurriert.


Henrike Traue

Henrike Traue

Bei bislang fünf Starts gar ihren fünften Sieg feierte auf der Kurzstrecke bei den Frauen Henrike Traue (Lauftreff Petershagen). „Der letzte Kilometer war ganz schön hart“, bekannte die aus Quetzen stammende und in Hannover wohnende 29-Jährige, die beim Studium in den USA über Cross-und-Country-Rennen zum Laufsport kam. In Barkhausen sind die Distanzen nämlich etwas länger als an den anderen Mühlenkreisserien-Stationen.

Grund zur Freude hatte auch Ausrichter SC Nammen mit Herta Wiese und Klaus-Dieter Vogt an der Spitze. Mit insgesamt 350 Finishern wurde die Vorjahreszahl (knapp 300) deutlich übertroffen. Klaus-Dieter Vogt: „Trotz der Ferienzeit waren die Schülerläufe ausgesprochen gut besetzt.“

Altersklassensieger beim 30. Porta-Volkslauf

17,3 Kilometer M75: 1. Siegfried Muschalle (TG Ennigloh) 1:40:38. – M70: 1. Gerd Schnake (Hurricane Holsen) 1:31:42. – M65: 1. Walter Eberle (Arminia Bielefeld) 1:20:12. – W60: 1. Gabiriele Geisler (Weserpeser) 1:38:24. – M60: 1. Gerhart Striewski (SuS Phönix Bielefeld) 1:16:45. – M55: 1. Andreas Bösel (LG Obersee Bielefeld) 1:14:54. – W50: 1. Ariane Kirmiss (Laufen gegen Leiden) 1:19:11. – M50: 1. Rainer Gerding 1:13:51. – W45: 1. Anke Möhle 1:22:54. – M45: 1. Martin Berg (Laufschule Porta) 1:05:41. – W40: 1. Claudia Heiden (LT Friedewalde) 1:19:32. – M40: 1. Stephan Bretthauer (Eintracht) 1:02:16. – M35: 1. Christian Klenke (TG Werste) 1:07:38. – W30: 1. Svenja Tritschoks-Wahle 1:19:47. – M30: 1. Abdul Rashid Malik (Taxi HF) 1:07:52. – Frauen: 1. Mariann Froböse 1:21:00. – Männer: 1. Michael Juris 1:14:51. – U20: 1. Niklas Eikmeier (TG Ennigloh) 1:03:06.

11,7 Kilometer M75: 1. Dietmar Pörtner (TV Löhne) 1:01:40. – M60: 1. Burkhard Pottschull (Rothenuffeln) 54:55. W55: 1. Lenie Jacobs (STB Landgraaf) 59:28. – M55: 1. Winfried Köster (ATSV Espelkamp) 51:15. – W50: 1. Ilona Wiele (BSG Merkur Gauselmann) 1:07:35. – M50: 1. Oliver Neidiger (Eintracht) 42:16. – W45: 1. Meike Hartwig (Eintracht) 1:05:13. – M45: 1. Achim Hagemeyer (ATSV Espelkamp) 42:45. – W40: 1. Yvonne Zierenberg (Eintracht) 48:46. – M40: 1. Eugen Tiessen 50:29. – W35: 1. Bettina Drewes (TSG Renn-Hennen Minden) 55:41. – M35: 1. Björn Läufer (TSV 05 Treis) 45:30. – W30: 1. Alexa Welk 58:53. – M30: 1. Florian Helbig (Eintracht) 49:23. – Frauen: 1. Milena Redecker (Eintracht) 52:40. – Männer: 1. Alexander Schröder (ATSV Espelkamp) 39:48. – Männliche Jugend U20: 1. Abdirahman Mohamud (Gotteshütte WG Rinteln) 51:55. – Weibliche Jugend U18: 1. Jasmin Eigenrauch (SC Nammen) 58:58.

6,6 Kilometer M75: 1. Mehedi Mohadjer (VfL Bückeburg) 58:10. – W65: 1. Brigitte Rommelmann (Weserpeser) 54:18. – M65: 1. Friedrich Küster (TuS Wasserstraße) 38:06. – W60: 1. Ulrike Hartmann 37:31. – M60: 1. Helmut Krone (Lübbecker Berglöwen) 34:52. – W55: 1. Renate Brandt (SV Warmsen) 35:46. – M55: 1. Dieter Schwarze (TuS Lahde/Quetzen) 33:08. – W50: 1. Jutta Frohwitter (Eintracht) 30:50. – M50: 1. Dirk Meyer (VfB Gorspen-Vahlsen) 25:12. – W45: 1. Nicole Borcherding 30:53. – M45: 1. Thomas Lehzen (Bessel-RC Minden) 32:17. – W40: 1. Bettina Busse (Rennschnecken 33) 31:57. – M40: 1. Marcel Robin (Tri-4-Fun SVKT) 25:26. – W35: 1. Mareike Kattner (Lübbecker Berglöwen) 29:12. – M35: 1. Sebastian Maschmeyer (SC Herringhausen) 23:46. – W30: 1. Katharina Pickel (Volksbank Lübbecker Land) 35:22. – M30: 1. Daniel Heckert (Lübbecke) 27:50. – Frauen: 1. Henrike Traue (Lauftreff Petershagen) 28:44. – Männer: 1. Philipp Peixoto-Gonzalez (TG Werste) 23:54. – Männliche Jugend U20: 1. Pascal Veerkamp (Judo-Club Bad Oeynhausen) 35:07. – Männliche Jugend U18: 1. Kudus Gezaie (Gotteshütte WG Rinteln) 29:03. – M15: 1. Tobias Hohmeier (TG Werste) 26:24. – Schülerinnen W14: 1. Hanna Mundhenke (Laufen gegen Leiden) 43:48. – Schüler M13: 1. Joris Vanhoof (SC Nammen) 29:15. – Schülerinnen W12: 1. Nora Ruppel (TuS Lahde/Quetzen) 44:31. – Schüler M12: 1. Luc Hartmann (Tus Stemwede) 29:24.

1900 m W13: 1. Fine Jördis Kühl (SC Nammen) 8:51. – M13: 1. Joris Vanhoof (SC Nammen) 7:47. – W12: 1. Annemarie Plümer (SC Melle) 9:08. – M12: 1. Paul Kurtmann (Tus Stemwede) 8:37. – W11: 1. Emma Lehzen (Eintracht) 9:14. – M11: 1. Leonas Horstmann (GS Dankersen-Leteln) 8:26. – W10: 1. Judith Brömse 9:16. – M10: 1. Fabian Weide (GS Dankersen-Leteln) 8:25.

700 m W9: 1. Emma Lürs (GS Dankersen-L.) 3:06. – M9: 1. Jan Lehzen (Eintracht) 2:40. – W8: 1. Jona-Christin Jacobi (TuS Lahde/Qu.) 3:09. – M8: 1. Jeremy Rott (GS Dankersen-L.) 2:58. – W7: 1. Greta Vogt (SC Nammen) 3:16. – M7: 1. Tom Lehzen (Eintracht) 2:59. – W6: 1. Elea-Spohie Jacobi (TuS Lahde/Qu.) 4:35. – M6: 1. Benjamin Moore (Jumago and Friends) 3:26.

10.10.2016 minden-web