Maximilian Busse: Ein geiles Gefühl

Petershäger feiert seine erste Deutsche Meisterschaft in der Leichtathletik. Multitalent sieht seine sportliche Zukunft im Mehrkampf.

„Das ist schon ein geiles Gefühl, bei einer Deutschen Meisterschaft endlich ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.“ Unbändig freut sich der Petershäger Leichtathlet Maximilian Busse, für den sich ein Traum erfüllt hat.

Bei den Deutschen U16-Jugendmeisterschaften in den Blockwettkämpfen sicherte sich der Raderhorster am Sonntagnachmittag im Stadion Buniamshof in Lübeck den Titel im Blockwettkampf Wurf der M15-Jugend. „Zweimal habe ich mit Silber vorliebnehmen müssen, jetzt hat’s endlich geklappt“, frohlockt der 15-Jährige. Vor Jahresfrist im Block Sprung/Sprint und am zweiten August-Wochenende dieses Jahres bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Köln hatte Busse das große Ziel jeweils knapp verfehlt. „In Köln wollte ich eigentlich gar nicht starten“, räumt Busse im Nachhinein ein. Gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt, hatte er dort quasi aus dem Stand im Weitsprung mit Bestweite (6,76 m) den Vizetitel geholt.

In Lübeck steigerte Maximilian Busse im Blockwettkampf Wurf seine Vorleistung aus Papenburg in Anwesenheit seiner Familie um 52 Zähler auf stolze 3194 Punkte und siegte überlegen vor dem Berliner Louis Timm (3086) und Lennart Zimmermann (3074) aus Halle/Saale. Den Westfalenrekord von Fabian Pudenz (LG Bünde/Ahle/Löhne) aus dem Jahr 2006 verbesserte Busse um 46 Punkte. Hinzu kamen die Kreisrekorde 49 und 50, denn neben der Punktzahl verbesserte er bei seinem Fünfkampf aus 100 Meter, 80 m Hürden, Weitsprung, Kugelstoßen und Diskuswurf auch die erstklassigen 11,51 Sekunden über 100 m von Frank Broer (LG Bad Oeynhausen) aus dem Jahr 1978 bei Windstille auf 11,48 Sekunden.

Den Wettkampf am Sonntag in Lübeck begann Maximilian Busse im 80-m-Hürdenlauf mit der insgesamt zweibesten Leistung aller 19 Teilnehmer (11,26 ebenfalls bei Windstille). Im Weitsprung folgten 6,39 m. „Damit konnte ich nicht zufrieden sein. Ich habe wieder das Brett nicht getroffen, wie so oft. Da muss ich noch dran arbeiten“, bekannte Busse. Die 4-kg-Kugel stieß er zum zweiten Mal in einem Wettkampf über 15 Meter (15,07) und wurde dabei nur von einem Chemnitzer übertroffen. Es folgten die 100 m, über die er in 11,48 Sekunden die gesamte Konkurrenz distanzierte. Abschließende 43,67 m im Diskuswerfen brachten dann insgesamt 3194 Punkte und den erträumten Titelgewinn. Weiter warfen nur zwei Konkurrenten, darunter „Spezialist“ und Deutscher Diskuswurf-Meister Zimmermann, was für diesen Bronze bedeutete.

Letzter großer Wettkampf in diesem Jahr wird für den Schüler vom Besselgymnasium das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ am 21. September in Berlin sein, wo er für die NRW-Sportschule in der Wettkampfklasse III startet. Nach eigener Aussage vor vier Wochen vom Handballsport Abschied genommen, wird sich das Multitalent dann auf das Wintertraining und das neue Leichtathletik-Jahr konzentrieren: „Meine sportliche Zukunft liegt wohl im Mehrkampf, sprich Zehnkampf.“

8.9.2015 minden-web