Die Meister mit ihren Urkunden (von links): Manfred Schmarsch (FC Bad Oeynhausen Frauen), Ralf Bläsche (TuS Lahde-Quetzen), Edith Pulter (FT Dützen III), Thomas Krentscher (SV Bölhorst-Häverstädt II), Daniel Hein (TuS Wasserstraße) und Ferdi Olca (FC Assyrian Bad Oeynhausen).

Fairnesspokal geht an SC Oberbecksen-Babbenhausen

Auch SV Frille-Wietersheim bleibt ohne jede Sperrstrafe / Kreispokal-Endspiel steigt am 16. Oktober in Holtrup


Der Fairnesspokal des Mindener Fußballkreises für den Verein mit den wenigsten Strafen für seine Senioren-Mannschaften ist in den letzten vier Jahren ständig südwärts gewandert. Nach der TSG Neuenknick im Jahr 2010 und dann mit SC BW Lerbeck und zuletzt TuS Kleinenbremen zwei Portaner Vereinen sicherte sich die Trophäe mit dem SC Oberbecksen-Babbenhausen in der zurückliegenden Spielzeit nun ein Bad Oeynhauser Klub. Lediglich eine Gelb-rote Karte kassierte die in der Kreisliga C spielende Mannschaft des Vereins, für den 1. Vorsitzender Thomas Eikmeier aus den Händen des Kreisvorsitzenden Thomas Schickentanz dann den Pokal entgegen nehmen konnte, der seit der Saison 1973/74 als ständiger Wanderpokal vergeben wird.


Vorjahresgewinner TuS Kleinenbremen unterdessen darf sich zur Erinnerung nun eine kleinere Trophäe in die Vitrine stellen, die Roman Spilker entgegennahm. Naturgemäß sind Vereine mit weniger Mannschaften im Vorteil, auch wenn die Gesamtstrafen auf die Anzahl der Teams umgerechnet werden. TuS Lahde-Quetzen (vier Mannschaften), SV Frille-Wietersheim, VfB Gorspen-Vahlsen, FC BW Holtrup (je drei), TuS Volmerdingsen und SV Kutenhausen-Todtenhausen (je vier) auf den weiteren Spitzenplätzen schnitten da nur unwesentlich schlechter ab. Ohne Sperrwochen war neben SCOB aber nur SV Frille-Wietersheim geblieben, nachdem die Saison zuvor noch sechs Vereine ganz ohne Rote Karte beendet hatten.

Zum Rückblick auf die vergangene Saison gehörte am Montagabend natürlich auch die Ehrung der Meister, wobei TuS Lahde-Quetzen (Kreisliga A), TuS Wasserstraße und FC Assyrian (Kreisliga B Nord und Süd), SV Bölhorst-Häverstädt II und FT Dützen III (Kreisliga C1 und C2) sowie FC Bad Oeynhausen (Frauen-Kreisliga) die entsprechenden Urkunden entgegen nahmen aus den Händen von Ralf Schlingmann (Senioren) und Gerd John (Frauen). Das Abschneiden der höherklassigen Teams hatte Schickentanz noch einmal bilanziert.

Statt wie gewohnt am 3. Oktober wird im Kreispokal-Wettbewerb das Endspiel in diesem Jahr am Mittwoch, 16. Oktober ausgetragen. Der Einheits-Feiertag ist vom Verband diesmal als Punktspieltag eingeplant. Sechs Vereine hatten sich für die Endspiel-Ausrichtung beworben, drei kamen nun wegen fehlenden Flutlichts nicht infrage: Eisbergen, Maaslingen und Volmerdingsen. Aus dem Lostopf mit außerdem Dützen und Leteln als Kandidaten wurde am Montag Holtrup gezogen.

Rot-Statistik: Für die fünf Senioren-Staffeln im Mindener Kreis registrierte Fußballausschuss-Vorsitzender Ralf Schlingmann für die zurückliegende Saison insgesamt 112 Feldverweise, die 334 Sperrwochen nach sich zogen. Genau 161 Gelb-Rote Karten verhängten die Schiedsrichter.

Spielausfälle: Die Zahl der witterungsbedingt ausgefallenen Begegnungen blieb im zurückliegenden Winter im Rahmen. Insgesamt 92 waren es in den Kreisligen Ende März, und bis zum 5. Mai waren alle nachgeholt, wofür Ralf Schlingmann die Vereine und die Schiedsrichter für ihr Mitziehen lobte.


Rückzug: „Sollte sich der Rückzug einer Mannschaft abzeichnen, so sagt mir das bitte vor dem letzten Spieltag“, appellierte Ralf Schlingmann an die Kreisvereine. Makedonikos Minden hatte dieses in der Kreisliga A erst später getan und gilt den Statuten nach somit erst für die neue Saison als Absteiger. Im anderen Falle hätte ein Team mehr in der Klasse verbleiben können, diesmal etwa TuS Kleinenbremen.


Spruchkammer: Eine „erfreuliche Entwicklung“ stellte Andreas Lüttge als Vorsitzender der Senioren-Kreisspruchkammer fest. Sein Gremium hatte in der vergangenen Saison „nur“ acht Fälle zu verhandeln nach zwölf in der Spielzeit zuvor: „Es gab schon mal Zeiten mit 20 und mehr.“ Sein Hinweis an die Vereine: „Es steht alles in der ,roten Bibel’. Und anrufen könnt ihr auch.“


Urkunde: Walter Schütte, der im Frühjahr nach 21 Jahren als Kreisvorsitzender nicht wieder kandidiert hatte und zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden war, wurde mit der entsprechenden Urkunde am Montagabend von seinem Nachfolger Thomas Schickentanz nachträglich noch einmal ausgezeichnet. Schütte verfolgte die Versammlung von einem Sitzplatz gegenüber des Vorstandstisches.

14.8.2013 minden-web