Meister in den Kreisligen wurden TuS Lohe (Dieter Tellermann), Türk SV Minden (Erhan Akkaya), TuS Holzhausen/P. (Dirk Taubhorn-Kunze), TuS Petershagen-O. III (Marcus Wolting), SV Frille-Wietersheim II (Klaus Schildmeier) und TuS Oeynhausen II (Lars Funk).


Spartenleiter Jürgen Brandhorst (rechts) nimmt hier für die TSG Neuenknick aus den Händen des Kreisvorsitzenden Walter Schütte den Fairnesspokal entgegen.
Spartenleiter Jürgen Brandhorst (rechts) nimmt hier für die TSG Neuenknick aus den Händen des Kreisvorsitzenden Walter Schütte den Fairnesspokal entgegen.

TSG Neuenknick freut sich über Fairnesspokal

Vier Vereine bleiben ohne Rote Karte / Im Kreis in den Seniorenklassen bei Punktgleichheit wieder Entscheidungsspiele

Nach neun Jahren in Porta Westfalica ist über Minden der Fairnesspokal des Mindener Fußballkreises in den hohen Norden gegangen. Ohne jede Strafe blieben in der zurückliegenden Saison die Fußballer der TSG Neuenknick, und so konnte deren Spartenleiter Jürgen Brandhorst bei der Senioren-Arbeitstagung des Mindener FLVW-Kreises am Dienstagabend in der Hartumer Buschklause aus den Händen des Kreisvorsitzenden Walter Schütte die Trophäe entgegen nehmen. SC Oberbecksen-Babbenhausen musste aufgrund einer Zeitstrafe mit Platz 2 vorlieb nehmen, und mit TuS Holzhausen/Porta und RW Maaslingen waren noch zwei weitere Vereine mit ihren Mannschaften ohne jede Rote Karte geblieben.


VfL-Vorsitzender Franz Wagener mit dem Erinnerungspokal.
VfL-Vorsitzender Franz Wagener mit dem Erinnerungspokal.

Für den VfL Minden als letztjährigen Gewinner freute sich dessen Vorsitzender Franz „Johnny“ Wagener am Dienstagabend über einen kleineren Erinnerungspokal, der im Vereinsbesitz bleibt. Zuvor hatten den seit der Saison 1973/74 vergebenen ständigen Wanderpokal neunmal in Folge Portaner Klubs gewonnen.

Im Rückgriff auf die vergangene Saison zeichnete Walter Schütte in Hartum auch die Meister der Mindener Seniorenklassen aus: TuS Lohe in der Kreisliga A, Türk SV Minden und TuS Holzhausen/Porta in den beiden B-Liga-Staffeln sowie TuS Petershagen-Ovenstädt III und TuS Bad Oeynhausen II aus den Kreisliga-C-Gruppen. Die 2. Mannschaft des SV Frille-Wietersheim wird ihre Urkunde erst m kommenden Freitag bei der 100-Jahr-Feier des Vereins in Frille bekommen.

Früher kistenweise Material für Vereine

„Früher haben wir hier kistenweise Material an die Vereine verteilt, heute erleichtert uns das Internet die Arbeit. Und zu sagen gibt es eigentlich auch nicht mehr viel“, eröffnete der Kreisvorsitzende den Ausblick auf die bevorstehende Spielzeit. Doch letztlich dauerte die Arbeitstagung mehr als zweieinhalb Stunden, weil es doch vieles noch zu besprechen oder zu diskutieren gab. Mit dem Tuspo Meißen stieß zwar ein Verein zum Spielbetrieb hinzu, doch insgesamt sind es nunmehr vier Senioren-Teams weniger: „Damit können und müssen wir leben.“ Die Auf- und Abstiegsregelung ist an die der letzten Jahre angelehnt und sieht bis zu vier Aufsteiger aus der Kreisliga C vor. In den Senioren-Kreisligen werden in der kommenden Spielzeit bei Punktgleichheit aber nicht mehr die Tore über die Platzierung entscheiden, sondern ein dann anzusetzendes Entscheidungsspiel. Die Vereinsvertreter stimmten ohne Widerspruch einem entsprechenden Vorschlag des Kreisvorstandes zu, der damit Wettbewerbsverzerrungen einen Riegel vorschieben will, nachdem man Ungereimtheiten im Abstiegskampf der Kreisliga B Nord registrierte.

Auf elektronischem Wege an die Vereine gegangen sind auch die Durchführungsbestimmungen des Kreises zur neuen Saison, deren wesentliche Änderungen eben das Internet und dessen Nutzung betreffen. Eindringlich wies Kreis-Geschäftsführer Thomas Schickentanz die Vereine noch einmal daraufhin, dass nach einem Testjahr die Verwendung des Elektronischen Spielberichtsbogens nunmehr Pflicht sei. Zudem könnten Freundschaftsspiele nur dann mit Schiedsrichtern besetzt werden, wenn sie rechtzeitig angemeldet würden. „Wir brauchen keinen wilden Spielbetrieb“, mahnte auch Schütte die Einhaltung von Bestimmungen an, hatte nach weiteren Diskussions- und Kritikpunkten am Ende aber doch noch lobende Worte parat: „Bei uns funktioniert mehr als in vielen anderen Kreisen.“



Zitat

Ich habe fassunglos aufgelegt und bitterlich geweint.

Kreis-Geschäftsführer Thomas Schickentanz über seine Reaktion auf die telefonische Anfrage eines Vereinsvertreters, ob er weiter Papier-Spielberichtsbögen verwenden könne oder nun einen Computer anschaffen müsse.

29.7.2010 minden-web