Hans-Joachim Nottmeier nahm für den TuS Barkhausen aus den Händen des Kreisvorsitzenden Walter Schütte den Fairnesspokal entgegen.

Fairnesspokal bleibt in Porta Westfalica

Mannschaften des TuS Barkhausen ohne jede Strafen / Rahmenspielplan bringt „Wettbewerbsverzerrung“

Die Stadt Porta Westfalica beheimatet erneut und somit bereits zum neunten Mal in Folge den Verein, der in der zurückliegenden Fußball-Spielzeit mit seinen Senioren- und Altheren-Mannschaften die wenigsten Strafen kassierte. TuS Porta Barkhausen trat die Nachfolge des SC Blau-Weiß Lerbeck an und konnte in der Hartumer Buschklause durch Spartenleiter Hans-Joachim Nottmeier aus den Händen von Walter Schütte den Fairnesspokal entgegen nehmen.

Die Barkhauser blieben mit ihren beiden Teams ohne jedliche Rote oder Gelbrote Karte und erhielten auch keine Zeitstrafe. „Ihr habt wirklich absolut fair gespielt“, lobte der Kreisvorsitzende bei der Arbeitstagung der Mindener Kreisvereine vor der neuen Saison und konnte sich nicht an ein solch hervorragendes Verhalten während seiner inzwischen 16-jährigen Amstzeit erinnern.

Die Ehre der Petershäger und Mindener Vereine retteten mit doppelt und dreimal soviel Teams TuS Wasserstraße und SV Kutenhausen-Todtenhausen auf den Plätzen 2 und 3 der Wertung (die Strafpunkte werden durch die Anzahl der Mannschaften geteilt). Aufgrund der Vorfälle bei einem Bad Oeynhauser Hallenturnier endete am anderen Ende der Wertung der TuS Bad Oeynhausen. SC BW Lerbeck als letztjähriger Gewinner des Wanderpokals erhielt zur Erinnerung eine kleinere Trophäe, die im Vereinsbesitz bleibt.

Späte Umbesetzungen kosten künftig Geld

Fünf Tage vor dem Saisonstart stand in Hartum die neue Spielzeit im Mittelpunkt, wobei Schütte auf einige Änderungen in den Durchführungsbestimmungen hinwies. So haben die Vereine künftig anteilmäßig Kosten zu tragen, wenn durch eine Spielverlegung innerhalb acht Tagen vor dem angesetzten Termin solche durch Schiedsrichter-Umbesetzungen entstehen. Das gelte auch für Freundschaftsspiele. Werden solche innerhalb einer Sportwerbewoche ausgetragen, werden sie bereits bei der Genehmigung mit Unparteiischen besetzt, und die Spielberichtsbögen der Sportfesttage müssen gesammelt eingereicht werden.

Als „Wettbewerbsverzerrung“ bezeichnete Schütte das, was die verbandsseitig vorgegebene Verschiebung von Spieltagen im Rahmenspielplan einigen Vereinen bringt, nämlich drei, vier Heim- oder Auswärtsspiele in Folge ohne Ausgleich in der Rückrunde: „Eine vernünftige Erklärung für die Maßnahme habe ich bis heute nicht.“

Mangels aufstiegswilliger Teams spielt die Nordgruppe der Kreisliga B nur mit 15 Mannschaften. Nach der Saison steigen die Letzter der beiden Gruppen ab und ermitteln die Vorletzten in einem Entscheidungsspiel den dritten Absteiger. „Es schlagen wohl jetzt die geburtenstarken Jahrgänge durch“, fand Schütte eine Erklärung für das Ansteigen der Mannschaftszahlen zur neuen Saison. Bei insgesamt 34 Teams in der Kreisliga C spielt hier eine Gruppe nun mit 18 Teams. In dieser sollten die Mannschaft die im Februar vor dem Neustart der übrigen Klassen angesetzten Spiele nach Möglichkeit ins „alte“ Jahr vorziehen.
In den Wintermonaten gilt im übrigen nun generell 14.30 Uhr (bzw. 12.45 für Vorspiele) als einheitliche Anstoßzeit.


Scholz: Situation wird langsam dramatisch

49 Schiri fehlen / Nur drei Anmeldungen

„Die Situation wird langsam dramatisch“, beschrieb Klaus Scholz in Hartum den Zustand des heimischen Schiedsrichterwesens. „Gemessen an der Zahl von 151 Mannschaften fehlen uns 49 Leute“, rechnete in Vertretung des verhinderten Udo Quast der stellvertretende Vorsitzende des Kreis-Schiedsrichterausschusses vor. Zur Berechnung herangezogen werden neben den Senioren und Damen die ältesten Jugendlichen und der höherklassige Nachwuchs.

„Wir werden deshalb einige Spiele in der Kreisliga C nicht mehr besetzen können“, kündigte Scholz an. Eine nächste Chance, etwas für eine bessere Einordnung nach dem Drei-Stufen-Plan zu tun, haben die Vereine beim nächsten Anwärter-Lehrgang, der am 28. August in der Ratsklaus in Meißen beginnt. Bislang lagen allerdings gerade einmal drei Anmeldungen vor für die anschließend an vier Samstagen in Hüllhorst stattfindenden Schulungen.

Neue Wege geht hier im übrigen der westfälische Verband, der in Kaiserau einen dreitägigen Wochenend-Lehrgang mit anschließender Prüfung anbietet. Scholz: „Eine Möglichkeit, über die auch wir nachdenken.“

Ohne Internet geht’s nicht mehr

Bald elektronischer Spielberichtsbogen / Ergebnis-Eingabefrist kürzer

Papier und Kugelschreiber sind out – Ohne neue Kommunikationsmedien und Internet läuft bald nichts mehr. Das wurde in Hartum deutlich. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und seine Partner und Sponsoren treiben Verwaltung und Abwicklung des Spielbetriebes über das dfbnet weiter voran.

So werden in der neuen Spielzeit in den überkreislichen Spielklassen über diese Internet-Plattform probeweise auch schon Spielberichtsbögen ausgefüllt. In Zukunft sollen das Original und die drei Durchschriften dann nicht mehr per „Gelber Post“ an die zuständigen Funktioner verschickt sondern zentral verwaltet werden. Und auch auf Kreisebene wird es eines Tages soweit sein. „Ob es uns schmeckt oder nicht: Ab 2010 werden wohl auch im Kreis Laptops und Drucker in den Sportheimen stehen müssen“, mutmaßt Walter Schütte.

Im übrigen hat der Verband den „Sonntag-18-Uhr-Termin“ gestrichen und festgelegt, dass nunmehr spätestens eine Stunde nach Abpfiff das Ergebnis des jeweiligen Spieles im Internet eingegeben sein muss.

„Kein Platz für Prügelknaben“

„Prügelknaben, die treten und mit Fäusten schlagen, haben auf unseren Sportplätzen nichts zu suchen“, rechtfertigte Walter Schütte in Hartum noch einmal die von der Kreisspruchkammer (KSK) ausgesprochenen harten Strafen nach den Vorkommnissen bei einem Hallenturnier im Winter in Bad Oeynhausen. „Ich ziehe den Hut vor der KSK. Andere decken darüber den Mantel der Nächstenliebe“, übte er jedoch scharfe Kritik an der Bezirksspruchkammer, die im Nachhinein die Strafen in etwa halbiert hatte.

Kandidaten für Ehrenamtspreis

Kreisgeschäftsführer Thomas Schickentanz verteilte bei der Arbeitstagung in Papuerform und auf CD-ROM das Anschriftenverzeichnis, das es in dieser Form künftig nur noch einmal jährlich geben wird, dafür aber intensiver online (www.flvw-kreis-minden.de) gepflegt werden soll. Er forderte die Vereine auf, ihm bis zum 30. September geeignete Kandidaten für den Ehrenamtspreis-Wettbewerb des Verbandes zu melden.

14.8.2008 minden-web


Evert Beck (rechts) konnte in Hartum für den SC BW Lerbeck sowohl den Erinnerungspokal für den letztjährigen Fairness-Wettbewerb als auch die Urkunde für die Meisterschaft in der Kreisliga C 1 entgegen nehmen.







Staffelleiter Ralf Schlingmann (links) überreichte In der Hartumer Buschklause an Jürgen Brandhorst von der TSG Neuenknick die Urkunde für die Meisterschaft in der Kreisliga C2.










Fairnesspokal – Alle Gewinner

2007/2008 TuS Barkhausen
2006/2007 SC BW Lerbeck
2005/2006 TuS Kleinenbremen
2004/2005 FSC Eisbergen
2003/2004 FSC Eisbergen
2002/2003 SuS DE Costedt
2001/2002 TuS Barkhausen
2000/2001 TuS Barkhausen
1999/2000 FC BW Holtrup
1998/1999 Makedonikos Minden und TuS Döhren
1997/1998 TuS Wasserstraße
1996/1997 TuS Lohe
1995/1996 SV Weser Leteln
1994/1995 SuS DE Costedt
1993/1994 FC Südfeld
1992/1993 FSC Eisbergen
1991/1992 TuS Petershagen-Ovenstädt
1990/1991 RW Rehme
1989/1990 TuS Aminghausen
1988/1989 TuS Holzhausen/Porta
1987/1988 SV Ilvese-Heimsen
1986/1987 FC Südfelde
1985/1986 SC Kappenberg
1984/1985 Landjugend Hille
1983/1984 SV Viktoria Dehme
1982/1983 VfR Barkhausen
1981/1982 VfL Minden
1980/1981 TSG Neuenknick
1979/1980 TuS Ovenstädt
1978/1979 TSG Neuenknick
1977/1978 TuS Holzhausen/Porta
1976/1977 TSG Rehme
1975/1976 VfB Gorspen-Vahlsen
1974/1975 TuS Oeynhausen
1973/1974 VfB Gorspen-Vahlsen