Nach den Neuwahlen in der Hartumer Buschklause (von links): Staffelleiter Günter Ruschmeier, Kreiskassierer Gerhard John, Schiedsrichter-Obmann Udo Quast, F+B-Obmann Manfred Büsching, Kreisvorsitzender Walter Schütte, Geschäftsführer Thomas Schickentanz, Jugendobmann Michael Grützkowski, Spruchkammer-Vorsitzender Andreas Lüttge und Staffelleiter Ralf Schlingmann.

Walter Schütte auf Hubertus Kieslichs Spuren

Für weitere drei Jahre FLVW-Kreisvorsitzender / Vorstand unverändert / Umbesetzungen in der Kreisspruchkammer

Walter Schütte ist auf dem besten Wege, im Amt des Vorsitzenden des Kreises 23 Minden im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) seinen Vorgänger Hubertus Kieslich zu überflügeln. Leitete der Bad Oeynhauser 17 Jahre lang die Geschicke des Mindener Fußball- und Leichtathletik-Kreises, so wurde der Petershäger am Montagabend beim ordentlichen Kreistag nach inzwischen bereits 15 Jahren im Amt einstimmig für weitere drei Jahre wiedergwählt. Vor den Delegierten der Kreisvereine versprach der 57-jährige, mit Hilfe seiner Mitarbeiter im Vorstand und den Ausschüssen auch künftig zum Wohle der Vereine zu wirken, mit denen es in den zurückliegenden drei Jahren in der Mehrzahl eine kameradschaftliche und entspannte Zusammenarbeit gegeben habe: „Probleme müssen mir aber offen mitgeteilt werden und nicht hinter meinem Rücken ausgefochten werden.”

Als Versammlungleiter hatte zuvor der Lübbecker Kreisvorsitzende Fritz Struckmeyer fungiert, auf dessen Antrag hin dem Kreisvorstand, den Staffelleitern und der Kreisspruchkammer einstimmig Entlastung erteilt worden war. Einen Gegenkandidaten gab es für Schütte auch diesmal nicht.

Keine Veränderungen brachten auch die weiteren Wahlen zum Vorstand. Gerhard John (TuS Petershagen-Ovenstädt) wurde bei einer Gegenstmme und drei Enthaltungen ebenso als Kreiskassierer wiedergewählt wie Thomas Schickentanz (TuS Barkhausen) bei einer Enthaltung zum Kreisgeschäftsführer und Manfred Büsching (TuS Petershagen-Ovenstädt) einstimmig zum Obmann für Freizeit- und Breitensport. Zum Mindener Beisitzer in der Bezirksspruchkammer wählten die Delegierten einstimmig erneut den Bad Oeynhauser Karl-Heinz Langeleh.

Spruchkammer-Vorsitzender Andreas Lüttge.
Walter Schütte beglückwünscht Adrian Schürmann.
 

Jüngere rücken nach

Ein größtenteils neues (und jüngeres) Gesicht bekam aber die Kreisspruchkammer. Schütte dankte zunächst dem langjährigen Vorsitzenden Werner Schöttker, Horst Berger und Wilfried Schilling, die aus alters- oder gesundheitlichen Gründen nicht wieder kandidierten und bei einer gesonderten Veranstaltung noch für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet werden. Bei der Wahl des neuen Vorsitzenden votierten alle Delegierte für den Vorschlag Schüttes und stimmten für Andreas Lüttge vom SV Frille-Wietersheim, dort ehemals Spieler und jetzt Jugendtrainer und auch beruflich in Rechtsfragen involviert. Der bisherige Beisitzer Dieter Goldhausen hatte zuvor seinen Versicht auf dieses Amt erklärt. Goldhausen wurde aber ebenso wieder zum Beisitzer gewählt wie Norbert Damm und Reinhard Stoffmehl. Das fünfköpfige Gremium vervollständigen nun Manfred Schmarsch (FC Bad Oeynhausen) und Thomas Beinke (TuS Volmerdingsen). Gewählt wurde schließlich en bloc, nachdem ein weiterer Kandidate abgewinkt hatte. Das gleiche galt für Christoph Rodenberg (TuS Minderheide) und Frank Dörffner (SV Hausberge) als Ersatzbeisitzer.

Bei den Senioren-Staffelleitern gab es mit Günter Rusch\-meier und Ralf Schlingmann keine Veränderungen.

Einstimmig bestätigt wurden der Schiedsrichter-Ausschuss mit Udo Quast (TuS Petershagen-Ovenstädt) an der Spitze, der Jugend-Ausschuss mit seinem Vorsitzenden Michael Grützkowski (FC Bad Oeynhausen) und der Leichtathletik-Ausschuss um Herta Wiese (SC Nammen), die im Vorfeld des Kreistages ihre Versammlungen abgehalten und gewählt hatten. Herta Wiese konnte im übrigen in Hartum nicht zugegen sein, nachdem sie sich bei einem Unfall im eigenen Haus in Nammen einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte.

Die Kreiskasse prüfen werden in den nächsten drei Jahren Achim Lohoff (TuS Cixtoria Dehme) und die gleichnamigen Mitglieder von TuS Holzhausen/Porta und Union Minden, Thorsten Schwier.

Das Stimmrecht des Kreises beim FLVW-Verbandstag am 16. Juni in Olpe nehmen neben Schütte noch Willi Neermann (SC Nammen), Andreas Lüttge, , Udo Quast, Thomas Schickentanz und Gerhard John wahr, und Delegierter beim Verbandstag des Westdeutschen Verbandes am 18. August ist allein der Kreisvorsitzende.

Zum Kreistag in Hartum, in dessen Mittelpunkt die Wahlen standen, hatte Schütte neben einigen Ehrengästen aus den Fußballkreisen Lübbecke und Herford insgesamt 64 Stimmberechtigten (von 92 möglichen) aus den 52 Kreisvereinen begrüßen können (73 vor drei Jahren). Die Berichte des Vorstandes und der weiteren Funktionsträger waren den Delegierten bereits im Vorfeld schriftlich zugegangen und gaben keinen Anlass zu Wortmeldungen oder Kritik, ebenso der Bericht von Kassenprüfer Peter Kruse. Anträge waren zur Versammlung ebenfalls nicht eingegangen.


Jasmin Althoff wurde Ehrenamts-Kreissiegerin.
Gerhard Winkelmann begutachtet den „Oskar”
 

Winkelmann erhält “Oskar für Lebenswerk

57 Jahre für seinen Verein und im Kreis gearbeitet / Präsent für Deutschen Meister Adrian Schürmann / Jasmin Althoff Ehrenamts-Preisträgerin 2006

Ehrungen waren ein weiterer Schwerpunkt beim FLVW-Kreistag am Montagabend in der Hartumer Buschklause. Wurden in den vergangenen Jahren aus dem Leichtathletik-Bereich regelmäßig Nachwuchssportler ausgezeichnet, so stand diesmal verständlicherweise Adrian Schürmann (Jahrgang 1982) im Mittelpunkt, der Mitte Juli letzten Jahres in Ulm in 50,53 Sekunden Deutscher Meister über 400 m Hürden und kurz darauf in Scheeßel im Zwanzig-Kampf mit deutschem Rekord Europameister geworden war. Kreisvorsitzender Schütte belohnte die Leistungen des Athleten vom TuS Barkhausen in der LG Porta mit einem Buchpräsent.

Quasi einen „Oskar für sein Lebenswerk” überreichte Schütte an „Mr. SV Eidinghausen-Werste”, Gerhard Winkelmann. „Es ist heute nicht mehr so selbstverständlich, sich so lange einzubringen”, würdigte Schütte das Wirken Winkelmanns, der 57 Jahre in seinem Verein Ämter bekleidete und jetzt aus gesundheitlichen Gründen als Geschäftsführer zurücktrat. Auch im Kreis arbeitete Winkelmann mit und hier vornehmlich im Nachwuchsbereich.

Sich um die Belebung und Weiterentwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs beim Verein Rot-Weiß Rehme verdient gemacht hat Jasmin Althoff, die Kreis-Geschäftsführer Thomas Schickentanz mit dem Ehrenamtspreis auszeichnete. Jasmin Althoff wurde als Kreissiegerin des Wettbewerbs zudem an den Westfälischen Verband gemeldet für eine verbandsseitige Ehrung.

„Nicht über Köpfe der Kreise hinweg”

Die vom FLVW im Zuge der Strukturreform angedachte Vereinigung der Kreise Minden und Lübbecke stand zwar nicht auf der Tagesordnung, wurde aber mehrmals angesprochen. „In den nächsten drei Jahren wird es mit Sicherheit nicht passieren. Am Samstag wird hierzu in Kaiserau wieder beraten. Es wird jedoch nichts über die Köpfe der Kreise hinweg diktatorisch entschieden”, erklärte Schütte und sprach sich u. a. aus räumlichen Gesichtspunkten einmal mehr klar für die weitere Eigenständigkeit der beiden Kreise aus.

Ehrung für drei Ehrenamtliche

Außer Jasmin Althoff (RW Rehme) als Kreissiegerin waren von den Vereinen dem Kreisvorstand für den Ehrenamts-Wettbewerb noch drei weitere verdienstvolle Mitglieder vorgeschlagen worden, die Kreis-Geschäftsführer Thomas Schickentanz in Hartum auszeichnete: Dieter Bartsch (SV Hausberge) ist in seinem Verein Geschäftsführer, betreut die Hauptkasse, ist verantwortlich für die Mitgliederverwaltung und hat sich zusätzlich durch Lehrgänge mit entsprechenden Prüfungen aus- und weitergebildet. Manfred Hartmann (TuS Porta Westfalica) ist seit 1985 Betreuer im Jugendfußball und seit 2002 zudem 2. Vorsitzender und hat sich um die Sportanlage im Nammer Wald Verdient gemacht. Karl-Heinz Mühl (TuS Kleinenbremen) leitete zehn Jahre die Jugendabteilung des Vereins, ist aktiver Referee und kümmert sich seit Jahren mit großem Einsatz um das Schiedsrichterwesen in seinem Verein.

Pokal-Endspiele doch wieder in Minden?

Überdenken will der Kreisvorstand seinen Beschluss, wegen der in Minden erhobenen Sportplatz-Nutzungsgebühren dorthin keine Entscheidungs- oder Pokalendspiele zu vergeben. Einige Vereine fühlen sich durch diese gegen die Stadt gerichtete Maßnahme benachteiligt.

18.4.2007 minden-web