Silbermedaille für Mindener Bogenschützin

Maxi Stutzriemer Zweite bei den Deutschen Meisterschaften in der Kampa-Halle / Viel Lob für den Gastgeber

Als hervorragender Gastgeber erwiesen sich die Mindener Bogenschützen, die am Samstag und Sonntag in der Kampa-Halle die Deutschen Meisterschaften in den Disziplinen Compound und Bögen ohne Visier ausrichteten. Viel Lob bekamen die Mindener von Teilnehmern und Offiziellen für die Rahmenbedingungen, die der 130-Mitglieder-Verein vor Ort geschaffen hatte. „Wir haben uns inzwischen einen Namen gemacht“, freute sich dann auch Vorsitzender Joachim Huckauf nach zwei anstrengenden Tagen.

Und auch mit der sportlichen Ausbeute konnte er zufrieden sein, denn die erhoffte Medaille blieb vor Ort. Silberfarben war diese und ging am Samstagmittag an die 14-jährige Maxi Stutzriemer aus Friedewalde, die mit dem Blankbogen in der Klasse U17 weiblich nach 60 Schuss auf der 18-Meter-Distanz quer durch die Halle 351 Ring gesamt auf dem Konto hatte und sich nur ihrer Freundin Sarah Torlümke aus Oberbauerschaft (372) geschlagen geben musste. Bei Halbzeit der Konkurrenz hatte Stutzriemer mit 193 gegenüber 175 Ring noch vorn gelegen, vergab mit 158 gegenüber 197 Ring im zweiten Abschnitt aber Gold.

Nicht so gut lief es dann gestern Vormittag für die zweite Mindener Starterin. Die 15-jährige Jasmin Sauerland hatte das Pech, dass in der U17-Klasse mit dem Langbogen Jungen und Mädchen gemeinsam gewertet wurden. So reichte es für sie nur zu Platz 7.

Da von den insgesamt 318 qualifizierten Teilnehmern vier in Minden nicht erschienen, rückte über die Ersatzliste u. a. der Mindener Vereinsvorsitzende in seiner Klasse noch ins Feld. Aufgrund der Beanspruchung in der Organisation kam Joachim Huckauf nicht über einen Platz im Mittelfeld hinaus, freute sich aber dennoch: „Immerhin dabei gewesen …“

Freuen konnte sich Huckauf auch über ein sehr großes Interesse in der Bevölkerung am Bogensport. Gegenüber dem Frühjahr 2004, als der Verein an gleicher Stelle erstmals Deutsche Meisterschaften ausrichtete, kamen deutlich mehr Zuschauer in die Kampa-Halle und machten auch ausgiebig von den Angeboten des Vereins Gebrauch. Dicht umlagert waren die Stände im Foyer und im Bereich oberhalb der Zuschauertribüne, wo man unter fachkundiger Anleitung selbst Pfeil und Bogen in die Hand nehmen und auf Scheiben, Luftballons oder gar Dosen schießen konnte. Mit Indianerfeder auf dem Kopf, waren dabei die Jüngsten Feuer und Flamme. Geschicklichkeitsübungen sowie Info- und Imbissstände rundeten das Angebot ab.

Unter den am Bogensport interessierten sah man u. a. auch den stellvertretenden Landrat Alfred Raschke und Mindens Bürgermeister Michael Buhre. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl als Schirmherrin hat sich ein Bein gebrochen und in Vertretung aus Detmold einen Referenten entsandt.

16.3.2009 minden-web